Fotograf fotografiert Fotomodell mit Digitalkamera über Display - Symbolbild Fotometadaten

Was sind Metadaten?

Das Wichtigste über die Daten über Daten

Ganz allgemein sind Metadaten die Daten, die Informationen über andere Daten enthalten, z.B. über Bücher und Zeitschriften, Filme und Musik, E-Mails oder Messenger-Nachrichten – und natürlich über Dateien. Alle Dateien, die Sie täglich nutzen, enthalten Metadaten: Bilddateien, Word- und Excel-Dokumente, PDFs, MP3s, Videodateien etc.

Meistens unterliegen Metadaten einer streng festgelegten Struktur, einem Standard. Das dient der besseren Austauschbarkeit und im digitalen Zeitalter natürlich auch der Maschinenlesbarkeit. Natürlich kann es sinnvoll sein, wenn größere Unternehmen oder Forschungseinrichtungen ihre je eigenen Metadatenstrukturen schaffen, allerdings ist dann eine Kompatibilität mit anderen Systemen nicht gewährleistet.

In diesem Beitrag soll es vornehmlich um die Spezifika von digitalen Bild- und Fotometadaten gehen. Daher ist der folgende Abschnitt nur für Interessierte gedacht und kann auch ausgelassen werden.

Allgemeiner Hintergrund zu Metadaten (für Interessierte)

Das Präfix meta (μετά) kommt aus dem Altgriechischen und deutet hier an, dass sich etwas auf einer höheren Ebene befindet. Wir kennen das Präfix in dieser Bedeutung auch von anderen Begriffen. Da wäre z.B. die Metasprache (Sprechen über Sprache) oder das Metawissen, das insbes. Wissen über Wissenslücken einschließt. Die Hierarchie ist in unserem Fall dieselbe. Metadaten liegen so gesehen über den eigentlichen Daten. Die zwei verschiedenen Ebenen werden auch als Meta- und Objektebene bezeichnet.

Oft bleiben uns Metadaten verborgen. Das liegt in der Natur der Sache, kann aber dazu führen, dass wir mit dem Teilen von Dateien oder dem Verschicken von Nachrichten Informationen preisgeben, von denen wir gar nicht wussten, dass sie darin enthalten waren. Metadaten werden daher im großen Stil gesammelt und ausgewertet, z.B. von Internetkonzernen und Nachrichtendiensten.

Metadaten in der Digitalfotografie

Die Metadaten von Digitalfotos können innerhalb der Datei selbst gespeichert sein oder in einer Filialdatei (engl. sidecar file) abgelegt werden. Letzteres wird allerdings kaum noch praktiziert. Bildformate wie JPEG, TIFF oder WebP sind Container-Formate und damit grundsätzlich für die dateiinterne Speicherung von Metadaten geeignet. Spezifische Marker sorgen dabei dafür, dass die Metadaten von den eigentlichen Bilddaten abgegrenzt werden. Diese Metadatenblöcke werden auch häufig als Header bezeichnet, da sie in der Regel am Beginn, also am „am Kopf“ einer Datei gespeichert werden.

Welche Formate für Fotometadaten gibt es?

Bei digitalen Fotos gibt es mehrere Standards, die nebeneinanderher existieren: Exif, IPTC und XMP. Für alle drei gilt, dass genau definiert ist, welches Datenfeld wie zu beschreiben ist. Am längsten in Gebrauch und immer noch relevant, insbesondere für die technische Dokumentation, ist das Exif-Format.

Exif

Der Exif-Standard wurde von der japanischen Kameraindustrie entwickelt. Die Abkürzung steht für Exchangeable Image File Format. Exif wird heutzutage von fast jeder digitalen Kamera und jedem Smartphone unterstützt. Die meisten Daten werden beim Auslösen der Kamera automatisch erzeugt und in die entsprechenden Dateien geschrieben. Informationen, die innerhalb der Exif-Datenfelder erfasst werden können, sind beispielsweise:

    • Aufnahmezeitpunkt: Datum, Uhrzeit (sekundengenau)
    • Brennweite
    • Kameramodell
    • Blendenöffnung
    • Verschlusszeit
    • ISO-Wert
    • GPS-Daten: aktuelle Position (Geokoordinaten), Blick- und Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit etc.

Insgesamt geht die Anzahl verschiedener Datenfelder in die Hunderte, aber meistens wird nur ein kleiner Teil davon tatsächlich genutzt. Exif verfügt auch über ein paar nicht-technische Datenfelder wie Bildbeschreibung (ImageDescription) oder Copyright, die nachträglich beschriftet werden können.
Die beiden anderen Formate dienen eher der manuellen Dokumentation von Bildinhalten. Beide seien hier ebenfalls kurz vorgestellt.

IPTC Information Interchange Model

IPTC ist die Abkürzung für eine Expertengruppe, die den Standard Anfang der 90er Jahre entwickelt hat (International Press Telecommunications Council). Die technische Implementierung erfolgte über das IPTC Information Interchange Model, kurz IPTC-IIM. Dieses gilt als überholt. Deswegen werden IPTC-Datenfelder heute meistens über das modernere XMP-Modell in Bilddateien eingebunden (siehe unten).
Nur wenige Bildformate unterstützen den alten IPTC-IIM-Standard vollständig. Die wichtigsten sind JPEG und TIFF. Wie erwähnt dienen die IPTC-Daten vor allem der inhaltlichen Erschließung. Wichtige Datenfelder sind beispielsweise:

    • Bildtitel
    • Urheberrechtsvermerk (Copyright)
    • Bildbeschreibung (Caption)
    • Stichwörter (Keywords)
    • Ort (Land, Bundesland, Stadt)
    • Kontaktdaten
    • Dringlichkeit [Skala von 0 (hoch) bis 8 (niedrig)]

XMP – Extensible Metadaten Platform

XMP ist das wichtigste Datenformat zur Speicherung dokumentarischer Metadaten in Bilddateien. Es wurde von Adobe entwickelt und 2001 erstmals veröffentlicht. Da moderne Bildformate wie WebP auf XMP setzen und keine IPTC-IIM-Unterstützung mehr bieten, sollte XMP heute erste Wahl sein. Das Format ist flexibel und stellt auch diejenigen zufrieden, die altbewährte Datenfelder und Strukturen nutzen möchten, denn sowohl die IPTC- als auch die Dublin-Core-Spezifikationen können innerhalb des XMP-Formats abgebildet werden.

Welchen Nutzen haben Metadaten bei der Bildverwaltung?

Der wichtigste Punkt ist naheliegend. Metadaten können indexiert werden und so für ein schnelles Wiederauffinden von Dateien sorgen. Das betrifft insbesondere Metadaten in Textform, also z.B. Stichwörter (TAGs) oder Bildbeschreibungen (Captions). Durch die Vergabe eindeutiger Bildnummern und die konsequente Angabe des Urhebers kann die Wiederauffindbarkeit weiter erhöht werden. Aber auch technische Metadaten wie Bildformat, Pixelmaße, Aufnahmedatum oder Geokoordinaten können als Suchparameter dienen. Oft bilden sie die Datenbasis für intelligente Suchfilter.
In digitalen Bildarchiven (wissenschaftlich wie kommerziell), bei professionellen Fotografen oder innerhalb der Stockfotoindustrie sind Fotometadaten schon seit vielen Jahren als unverzichtbar erkannt worden. Mittlerweile haben sie auch im Marketing- und PR-Bereich sowie im Online-Handel stark an Bedeutung gewonnen. Metadaten sind nötig, damit Marketing-Teams und Distributoren einfach und schnell an frisches Bildmaterial gelangen. Produktfotos lassen sich z.B. mit eindeutigen Produktcodes oder Herstellernummern verschlagworten; Merkmale wie Größe, Farbe oder Preis können zusätzlich hinterlegt werden – und wenn bestimmte Personen häufiger abgebildet werden, ist es sinnvoll, sie entsprechend zu „taggen“. Selbst subjektive Inhalte wie Stimmungen, Konzepte oder Bildinterpretationen lassen sich über das Verwenden entsprechender Schlagworte dokumentieren. Das Vokabular sollte hier allerdings kontrolliert sein, d.h. es sollte vorab genau festgelegt werden, welche Begriffe in welcher Schreibung für die Verschlagwortung verwendet werden.
Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt. Auch die Verwaltung von Bildlizenzen, Urheberrechten oder Einwilligungserklärungen kann nur realisiert werden, indem Metadaten am Bild selbst oder innerhalb einer Bilddatenbank abgelegt werden. Natürlich bedarf es für das Management von Fotometadaten professioneller Softwarelösungen. Für Einzelanwender wie z.B. selbstständige Fotografen mag hier eine lokale Datenbank innerhalb von Programmen wie ACDsee oder Adobe Lightroom genügen. Wenn aber im Unternehmensumfeld viele verschiedene Interessengruppen gleichzeitig auf denselben Bildbestand zurückgreifen sollen, ist es notwendig, dass alle Informationen in einer zentralen Lösungen sicher bereitgehalten werden. Mit anderen Worten, man kommt an einer cloudbasierten Bildverwaltungssoftware kaum vorbei.

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