Logo teamnext Media Hub - Ausschnitt - Symbolbild Skalierung von Vektorgrafiken

Was sind Vektorgrafiken? –
Und welche Formate gibt es?

Wenn Sie gezielt nach diesem Beitrag gesucht haben, werden Sie vermutlich schon ahnen, dass Vektorgrafiken anders funktionieren als Bildformate wie z.B. JPEG, PNG oder TIFF. Letztere basieren auf Pixeln, während Vektorgrafiken – wie der Name schon sagt – auf Vektoren basieren.

Der elementare Unterschied zwischen Vektor- und Pixelformaten

Pixelbasierte Grafiken werden über ein Raster erzeugt, sie werden daher auch als Rastergrafiken bezeichnet. Hier gilt: Je größer das Raster, desto mehr Pixel, desto größer die Datei. Zeigt eine Rastergrafik einen Kreis, bekommt dieser immer Kanten, wenn man nur weit genug ins Bild reinzoomt, schließlich wird in der Datei an keiner Stelle definiert, was ein Kreis ist. Mit Pixeln lässt sich ein Kreis also nur annäherungsweise (approximativ) abbilden.

Vektorgrafiken hingegen speichern tatsächlich mathematisch darstellbare Inhalte – denn nichts anderes tun Vektoren in diesem Kontext – sie dienen als Hilfsmittel, um Form und Position geometrischer Objekte zu beschreiben. Ein Kreis wird in einer Vektorgrafik so definiert, wie wir es aus der Schule kennen: über Mittelpunkt und Radius. Zusätzlich kann in einer Vektorgrafik z.B. festgelegt werden, welche Farbe die Kreislinie haben soll, wie dick oder dünn die Linie im Verhältnis zum Radius sein soll usw.
Achtung: Absolute Größen spielen bei Vektorgrafiken keine Rolle, alle Bildelemente werden relativ zueinander beschrieben. Daher lassen sich Vektorgrafiken auch verlustfrei skalieren. In eine Vektorgrafik, die einen Kreis zeigt, kann beliebig reingezoomt werden, ohne dass sich an irgendeiner Stelle Kanten zeigen würden (vom Raster des Monitors abgesehen).

Neben der Skalierbarkeit haben Vektorgrafiken den Vorteil, dass sie relativ wenig Speicherplatz benötigen, schließlich ist es viel effizienter, geometrische Objekte mathematisch zu beschreiben, als den Farbwert jedes Pixels einzeln zu definieren.
An diesem Punkt wird aber schon deutlich, wie begrenzt der Gültigkeitsbereich ist. Objekte können natürlich nur dann mit Vektoren beschrieben werden, wenn sie entsprechend geformt sind. Gebilde, die sich aus Pfaden (Startpunkt, Endpunkt) oder sogenannten grafischen Primitiven (Linien, Kreise, Polygone etc.) zusammensetzen, lassen sich hervorragend in mathematische Sprache überführen. Für die ungeordneten Strukturen, die Fotos, Gemälde oder Handzeichnungen ausmachen, gilt das nicht. Diese können nicht durch Formeln, sondern nur durch kleinteiliges Verarbeiten aller Bildpunkte erfasst werden.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass sich der Begriff Vektorgrafik eher auf zweidimensionale Inhalte und nicht auf räumliche Modellierungen bezieht.
Nun, da wir wissen, was Vektorgrafiken ausmacht, möchten wir Ihnen im folgenden Abschnitt die wichtigsten Formate kurz vorstellen.

Die fünf wichtigsten Formate für Vektorgrafiken

AI

AI steht für das proprietäre Format des vektorbasierten Grafik- und Zeichenprogramms Adobe Illustrator. Es unterstützt mehrere Ebenen und Transparenz. AI-Dateien können auch mit anderen Programmen angesehen und eingeschränkt bearbeitet werden (z.B. mit Adobe Acrobat). Das volle Funktionsspektrum wird aber nur in Illustrator bereitgestellt.

CDR

CDR steht für das proprietäre Format des vektorbasierten Grafikprogramms CorelDraw. CDR-Dateien können auch mit anderen Programmen angesehen und von dort in andere Formate konvertiert werden (z.B. mit IrfanView). Die Quelldaten lassen sich aber nur in CorelDraw bearbeiten.

SVG

SVG steht für Scalable Vector Graphics. Es ist ein standardisiertes Format für zweidimensionale Vektorgrafiken und wurde insbesondere für die responsive Wiedergabe von Grafiken auf Webseiten entwickelt. Technisch basiert das Format auf der Auszeichnungssprache XML. SVG-Dateien können natürlich in jedem Browser geöffnet und angesehen werden. Für die Bearbeitung einer SVG-Datei benötigt man allerdings Programme wie Adobe Illustrator oder CorelDraw.

EPS

EPS steht für Encapsulated Postscript. Das Format basiert – wie der Name schon sagt – auf der Seitenbeschreibungssprache PostScript, die speziell für das elektronische Publizieren und Ausdrucken von Dokumenten konzipiert wurde. Das EPS-Format wurde wie das allseits bekannte Portable Document Format (PDF) von Adobe entwickelt und gilt als dessen Vorgänger.

PDF

Das Portable Document Format kennen Sie natürlich. In gewisser Weise muss es in Klammern stehen, da es, anders als die oben genannten Formate, auch Rastergrafiken speichern kann. Tatsächlich liegen PDF-Dokumente meistens in Mischform vor: Während Schriften fast immer vektorisiert gespeichert werden, können Digitalfotos natürlich nur als Rastergrafik in das Dokument eingebettet werden.
Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie reine Bilddateien als PDF speichern.

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